Ich bin eine Weile weg…

… und freue mich jetzt schon auf das Wiedersehen und einen Koffer voller Erinnerungen, Erfahrungen, Erlebnissen Erkenntnissen.

Es fühlt sich so unwirklich an. Monatelang exisitiert der Gedanke an meine Reise schon in meinem Kopf. Noch einmal schlafen und es geht los. Ich habe viele gemischte Gefühle in mir. Einerseits freue ich mich und bin so gespannt, was mich erwartet. Ich habe immer noch das Gefühl, dass diese Reise und der Zeitpunkt richtig sind. Gleichzeitig kam mir vor ein paar Tagen der irrwitzige Gedanke, dass ich mir wünschen würde, alles wäre bereits vorbei. Diesen Gedanken will ich eigentlich noch nicht einmal ansatzweise denken, schließlich ist die Reise nichts, was ich „hinter mich“ bringen möchte. Trotzdem ist er da und hat wohl auch seine Daseinsberechtigung. Die letzten Wochen in Berlin waren einfach nur wundervoll: Voller schöner Begegnungen, Zeit mit meiner tollen Familie und meinen lieben Freunden. Ich habe diese begrenzte Zeit sehr intensiv genutzt und habe wieder gespürt, dass Berlin meine Heimat ist und ich hier irgendwie hergehöre. Es ist ein schönes Gefühl zu gehen und zu wissen, dass in der Heimat eine Menge wunderbarer Menschen sich freuen, wenn ich wieder komme und auf mich warten. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich so vielen Menschen hier wichtig bin und sie mich jederzeit mit offenen Armen empfangen würden. Die letzten Wochen waren wie eine Reise in der eigenen Stadt.

Und nun ist es bei mir schon wieder an der Zeit, Abschied zu nehmen. Mein eines Auge lacht, das andere weint. Es ist seltsam zu gehen und überhaupt nicht zu wissen, wann man wieder kommt. Es ist ein neues Gefühl für mich. Mein Gehirn malt sich in Gedanken schon die eigene Wohnung in Berlin aus, wenn ich wieder da sein werde. Eigentlich will ich gar nicht planen, mein Gehirn macht es trotzdem. Eigentlich will ich gar keine Grenzen setzten, mein Gehirn tut auch dies trotzdem. Ich lasse es planen und sich begrenzen, denn ich weiß, dass es mir hilft, den Abschied besser zu verkraften. Insgeheim weiß ich ja, dass ich frei bin in meinen Entscheidungen und mein Herz und mein Bauch mir sagen werden wann es Zeit ist, wieder heimzukehren. (Oder mein Geldbeutel, aber das klingt mir jetzt zu unromantisch an dieser Stelle ;-)).

Was ich mir für meine Reise wünsche:

  • …dass ich es schaffe, mich treiben zu lassen.
  • …dass ich wunderbare Lernerfahrungen machen werde.
  • …dass viele Menschen meine Lerngeschichten lesen werden.
  • …dass ich viel tanzen, singen und mich kreativ betätigen werde.
  • …dass ich meine Spiritualität mehr entdecke.
  • …dass ich mir nicht zu viel vornehme.
  • …dass ich tolle Menschen und wunderschöne Natur kennen lernen werde.
  • …dass ich inspiriert werde und anadere inspiriere.
  • …dass ich mich wieder ein Stückchen besser kenne lerne.
  • …dass ich Änsgte überwinde.
  • …dass ich mutig bin und meine Komfortzone immer wieder aufs Neue Verlasse.
  • …dass ich auf mich aufpasse.
  • …dass ich meinem Bauchgefühl und meiner inneren Stimme vertrauen kann.
  • …dass ich überlebe und unversehrt bleibe. (Ich sage nicht, dass mir nichts passieren soll. Denn was bedeutet schon nichts. Na klar soll mir etwas passieren, denn ich will ja lernen. Na klar sind das auch nicht immer auf den ersten Blick positive Dinge. Nur so manche Erlebnisse möchte ich mir gerne ersparen.
  • dass ich ganz ganz viel LERNE!!!

In der letzten Zeit hörte ich oft, wie mutig ich doch sei. Ich hörte, wie Menschen mir sagten, dass sie sich so etwas niemals trauen würden. Mein Geheimrezept: Einfach machen und nicht so viel darüber nachdenken. Wenn ich mich jetzt richtig schön reinlegen würde, was mir alles auf dieser Reise passieren könnte, würde ich morgen wahrscheinlich nicht am Flughafenschalter meinen Reisewisch vorlegen. Natürlich habe ich Ängste. Die lasse ich aber keine Macht über micht ergreifen was die Reise anbelangt. Gerade fühle ich nur Ungläubigkeit, dass es in wahnsinnig kurzer Zeit wirklich losgeht gemischt mit Traurigkeit, so viele liebe Menschen länger nicht sehen zu können mit einer großen Portion Dankbarkeit für die alten und neuen Menschen hier in Berlin und den traumhaften Sommer, den ich hier verbringen durfte. Mein Bauch hat wieder eine richtige Entscheidung getroffen. Danke an den Bauch! Jetzt heißt es: Augen zu und…jeden Augenblick genießen!

Meine Frage an dich: Welche Gedanken und Gefühle hattest du das letzte Mal, als du losgezogen bist? In eine andere Stadt, in ein anderes Land, auf eine Reise? Welche Zweifel kamen dir?

dscn8957

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